9
Mai
2006

Tag 1 bis 5

Blogprojekt der Reise
Bei svasthara gibts wieder ein neues Projekt, jupii :-)
In 30 Tagen soll man um die Welt reisen. Ohweh...die Welt ist doch sooo gross und spannend.
So viele Orte um lange dort zu sitzen und zu staunen. Und dann gleich weiter ziehen ? Ja, manchmal geht man weiter weil man will, manchmal weil man muss.

Es gibt ja den Spruch: wer A sagt muss auch B sagen.
Das hat mich lange immer irritiert, weil es so vermeintlich logisch sich anhört.

Dann sagte mal jemand: wer A sagt kann auch merken dass er sich versprochen hat und muss nicht unbedingt B sagen.
Das fand ich viel verständlicher und gibt mehr Freiheit seitdem.

ok ok... ich schweife ab wie so manchesmal... na toll, und das schon vor beginn der Reise, na DAS kann ja heiter werden :-)

Doch auf der Reise will ich mich ganz an die Vorgabe halten, ist einfach zu spannend wohin die anderen ihre Reise machen.

Deshalb fang ich jetzt mal hier an. Für alle die es interessiert: hier ist das Blogprojekt von svashtara

umrum - 3. Mai, 07:19 -
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der 1. Tag

Peter sitzt in seiner Hütte und geniesst die Stunden des Lebens. Er sitzt und schaut.
Und das ist anstrengend genug: einfach stillstitzen und wirklich sehen was da ist.
huette

Und dann merkt er: jetzt beginnt seine Reise. Nicht vorhin und nicht gleich. Sondern Jetzt.


Peter öffnet die Tür seiner Hütte, und der Wind streicht ihm begrüssend durchs Haar.
Der Wind freut sich Peter zu begleiten die nächsten 30 Tage und ihm die Welt zu zeigen die er nur aus Erzählungen kennt.

Das ist der Weg vor Peters Hütte:
weg


lange schaut er dem Weg entlang, schweift ganz in die Ferne. Und auch ganz weit zurück, Jahrtausende zurück. Wie oft schon stand ein Mann oder eine Frau am Anfang eines Weges und wollte von Hier nach Dort. Wie oft gingen sie ? Oder kehrten um auf halben Weg ? Oder gingen gar nicht los obwohl sie wollten oder mussten ?

Lange steht er da und schaut. Keine Eile, denn es ist immer genug Zeit. Für alles. Immer.
Und weil das Wunder der Reise mit dem ersten Schritt beginnt, setzt er den ersten Fuss auf den Weg.
Der Schritt geht aus seiner Hütte raus, auf den Weg.

Lange steht er da in diesem ersten Schritt. Und er verstand die alten TaiChi Meister ein bischen mehr nun.
schritt

Und die Sonne geht unter, der erste Tag der Reise ist beendet, Peter unterbricht die Reise nicht, schweift nicht ab, sondern bleibt so stehen bis zum Übergang zum nächsten Tag.


umrum - 3. Mai, 07:41 - bearbeiten - veröffentlichen
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rosmarin - 3. Mai, 10:12
hey stark.... und noch dazu bebildert.....
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svashtara - 3. Mai, 11:26
Sehr genial,
die Idee mit den Bildern. Der erste Schritt der Reise ist getan, und es kann nur einen Schritt nach dem anderen gehen. Wer das nicht begriffen hat, wer versucht, sich durchzumogeln oder gleich mehrere Schritte auf einmal zu überspringen versucht, wird zwangsläufig auf dem Weg bleiben, niemals ankommen. Klasse Idee, ich freue mich auf mehr!
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der 2. Tag

Peter kennt viele Dinge nur aus Erzählungen, wenige Dinge kennt er wirklich. Einige ganz wenige Dinge hat er wirklich verstanden...und auch da wundert er sich manchmal wie er neue Seiten entdecken kann in den Lebensjahren.

So schlendert Peter heiter seinen Weg entlang und schweift mit Gedanken dorthin und dahin.
Mit jedem Schritt wird auch ein klein wenig Heimweh in ihm wach...

Schon lange wollte er den Leuchtturm sehen von dem ein Reisender (der durch sein Dorf eines Tages kam) ihm erzählte.

Jetzt endlich sieht Peter den Leuchtturm mit eigenen Augen.
leuchturmhaus

Er schaut ihn mit grossen Augen an und lehnt sich an seine Wand und spührt die vielen Jahre der Sonne und des Meereswassers die diese Wand berührten.


Er schaut runter zum Meer und sieht die Wellen die den Leuchtturm stets umtosen

wellen-bei-leuchturm

welch Kraft und Ausdauer diese Wellen haben...und wie sie Jahrtausende und Jahrmillionen immer wieder hier an die Küste gehen. Ob sie diese Küste schon kennen mit den Jahren? Oder ob sie die Küste immer gleich wieder vergessen und zur nächsten gehen?

Dann geht die Sonne vom 2. Tag langsam unter, und Peter staunt über dieses Wunder:
hier ist die Erde, so ruhig und fest und trägt viel Pflanzen, Berge und Tiere.
Da vor ihm ist das grosse Wasser, voller Fische und berührt dort drüben irgendwo ein anderes Land. Vielleicht sitzt auch jetzt grad dort jemand und schaut auf das grosse Wasser zu ihm herüber ?


Da fährt ein Schiff vorbei...
leuchturmsonne

und das Wunder des Leuchturms wird immer grösser...
hier ist ein Haus mit Licht auf der festen Erde.
Dort ist ein Schiff auf dem unruhigen Wasser, kommt von weit her.
Die Matrosen auf dem Schiff freuen sich wieder aufs Land.
Und wenn sie an Land sind, so freuen sie sich auf die nächste Fahrt über das Wasser.

"Und so ist es mit uns Menschleins doch oftmals auch," denkt sich Peter "... sind wir im Haus,so hören wir das Wolfsgeheul der wilden dunklen Nacht und wollen fort.
Sind wir drausen in der kalten Wildnis, so sehnen wir uns nach dem Feuer im Haus.
Und der erste Lichtschein durch ein Fenster, der erste Lichtstrahl in dunkler Nacht der uns zeigt: hier sind Menschen, hier ist ein Zuhause, hier ist Wärme und Geborgenheit und Schutz...dieser erste Lichtstrahl gibt Kraft, Zuversicht und zeigt den weiteren Weg. Das Umherirren ist beendet."

Peter schläft zufrieden und erleichtert ein, denn er weis wo seine Hütte ist, wo sein Zuhause ist und sein Heimweh schläft auch ein.

umrum - 3. Mai, 12:10 4 Kommentare -

svashtara - 3. Mai, 17:15
Oh
das wird aber sehr poetisch und weise... das gefällt mir total gut. Peter ist also im Norden angekommen. Aber was nun? Wird er auf einem Schiff anheuern? Oder eher am Strand langgehen? Bin mal gespannt, wie es weitergeht...
:-))

steppenhund - 3. Mai, 19:53
Schön ist es auch anderswo ..
und hier bin ich sowieso.
heißt es bei Wilhelm Busch.
Die Menschleins wollen immer das andere.
Vielleicht entstehen wir überhaupt nur aus der Veränderung.
Das sich-zufrieden-geben wird ja schon im Faust verdammt.
Aber das immer neue Lernen bei Dingen, die man schon verstanden hat, ist eine schöne Veränderung.
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rosmarin - 3. Mai, 20:16
so schöööön..... mitlesen, nachdenken, bilder bewundern.... ein ruhiges wunderbares gewässer hier....
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umrum - 3. Mai, 23:47
danke
euch ihr lieben mitleser, bin ganz überrascht über soviel kommentare ... ja und ich weis gar nicht recht was euch antworten. Ihr macht mir ganz viel Mut wieder zu schreiben, weiter zu schreiben, voran zu schreiben.

@ steppenhund

dein Reisebericht ist so dicht und voll und spannend und das du das Klavier so liebst, rührt mich sehr. Der Film von dem australischen Klavierspieler (damals in Kiel gesehen) hat mein Leben verändert, ebenso der Film "das Piano"... die liebe zur Musik. Und so komplizierte reiche Musik...wunderbar. Freu mich deine Reise weiter zu begleiten. Und dass deine Frau dort den Menschen hilft, das wird ihnen bestimmt die Stunden des Wartens erträglicher und reicher machen. Grüss sie, sie soll doch ein "gebloggtes Altenheim" machen wenn sie mag, das würd ich gern lesen.
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der 3. Tag

beginnt mit dicken Wolken am Horizont.

Dann fallen erste Tropfen
regen2


dann fallen ganz viele viele Tropfen, leicht fallen sie von ganz weit oben herab.
regen1

Lassen sich einfach fallen.

Einmal in seinem Leben war Peter auf einem hohen Berg, und die Wolken waren noch viel weiter oben. Und das Tal war soweit unten, die Häuser so winzig klein.

Wenn die Regentropfen sich oben in der Wolke versammeln, dann müssen die Häuser noch viel winziger kleiner für sie sein.

Und sie haben keine Angst, lassen sich einfach fallen, bestimmt freuen sie sich auf die Erde und Pflanzen und fallen ihnen gerne entgegen.

Dass sie keine Angst haben, merkt Peter wenn sie seine Haut berühren...
gerne streckt er ihnen die Arme entgegen und hält ihnen ruhig das Gesicht hin: sodass sie weich auf seinem Gesicht landen können.
regen3

Es gibt Leute die immer mit hektisch verzerrten Gesichtern nach dem Regenschirm greifen und mit eingezogenen Schultern durch den Regen hetzen zum nächsten Unterschlupf.
Da versteht Peter die Menschen nicht. Wie so oft auch in anderen Situationen: er versteht sie einfach nicht. Es ist die gleiche Sprache, die gleichen Worte, sie reden von gleichen Dingen...und dennoch bleibt ein Abstand. Ein Abstand der alles entscheidend ist. Wie gross oder wie klein der Abstand ist, ist gar nicht von Bedeutung, entscheidend ist, das es ihn gibt.

Und er wird deutlich zum Beispiel bei dem Wort Regen.

Zum Beispiel wenn Freunde rufen: "Es regnet, los rasch dorthin, dort ist trocken!!!" Doch Peter will einfach nur dastehen und dem Regen sein weiches Gesicht als Landebahn geben.
Sie stehen im Trockenen und schütteln verständnislos den Kopf. Doch Peter steht einfach nur da und ist unendlich froh das der Regen ihn berührt, ihn wieder erkennt..so wie er jeden Tropfen kennt und willkommen heisst.

Und die Freunde tippen sich an die Stirn:"Wie kann man nur so bescheuert sein und im Regen rumstehen ??"
Und dieses Stirntippen hat ihm das Herz zerrissen...denn er merkte welch grosser Abstand da ist. Da gibt er sich Stunden um Stunden Mühe um Zuzuhören, die Themen interessant zu finden, hat da und da was dazu zu sagen, sorgt für leichte gute Stimmung. Alles umsonst: ein paar Regentropfen auf die Stirn und schon ist die Freundschaft eine vermeintliche, das Stirnetippen hat sie zerstört.

Der eine tippt sich an die Stirn und zerstört damit eine Freundschaft.
Der andere lässt den Regentropfen auf seiner Stirn landen und diese Freundschaft wächst, denn sie wurde nicht verraten, nicht verleugnet.
Freunde halten zueinander.
Peter weis, dass der Regen sein Freund ist, vom ersten Tag an bis zu dem Tag an dem er faltig und alt stirbt.
Das wünscht sich Peter: nicht zu sterben in einem einsamen Bett, berührt von genervten kalten Händen mit kalten Stimmen. Sondern ganz weit draussen bei den Bäumen zu liegen. Dann sich mit dem Rücken auf die Erde legen und den guten alten Regenfreunden entgegen zu schauen, wie sie Millionenmal zu ihm runterfallen, ihn begrüssen für diesmal und verabschieden für immer.

Der dritte Tag geht zuende, und Peter legt sich schlafen.
Er ist klitschenass und zufrieden mit diesem Tag, haben doch seine alten Freunde ihn auf seiner Reise gesucht, gefunden und besucht.

Ja, vieles hat er nicht und versteht er nicht.
Doch er hat Freunde die ihn sogar auf seiner grossen Reise suchen und besuchen wollen.
Und noch in seinem Traum rüber zum 4. Tag hört er ihr freundliches Flüstern in seinem Ohr.
Und sie erzählen ihm Geschichten und summen Lieder.
umrum - 3. Mai, 23:19 -
4 Kommentare -

svashtara - 4. Mai, 00:00

Weißt du,
woran mich die Texte ein kleines bisschen erinnern? An den kleinen Prinzen und daran, wie er die Welt sah. Ich finde diese Reise einfach bezaubernd...
:-)


steppenhund - 4. Mai, 13:05
sehr poetisch
Es muss nicht unbedingt das Stirntippen sein. Manchmal genügt die Verwendung einer Phrase, um eine unüberbrückbare Distanz zwischen Menschen herzustellen.
Die Vorstellung vom Tod im Freien auf diese Art hat etwas tröstliches. Im Winter könnte man sich auch in den Schnee legen.
Aber mir ist eigentlich in Porto gerade ziemlich warm:)

testsiegerin - 4. Mai, 21:07
wäre der regen warm, ich würde ihn lieben.
weil er aber hierzulande meistens kalt ist, mag ich ihn nicht.
hat jemand einen schirm für mich. trotzdem?

schön geschrieben!

die testsiegerin, auch mit dabei bei der reise

steppenhund - 5. Mai, 15:00
Lebensreise
Lieber umrum. Es hat nichts mit der Reise zu tun, aber schau mal da rein:
http://steppenhund.twoday.net/stories/1920911/

der 4. Tag

Also unser Reisender hat eine erholsame Nacht gehabt. Ja, die Reise ist echt nötig und tut ihm sehr gut.

Schauen wir kurz an was er im Rucksack hat. Also da ist wichtiges und noch wichtigeres: er ist ja schliesslich ein Kerl und keine Frau :-)

Es ist ja das 9. Weltwunder: Frau auf Reisen.
Hier ein Beispiel:

Das Gepäck eines Mannes für einen Wochenendeausflug:
rucksack

und hier das Gepäck einer Frau für genau den gleichen Wochenendausflug:
gepaeck

Tja.... da fällt dem Berichterstatter einfach nix mehr ein :-)
deshalb gehen wir wieder zu Peter und schauen was er grad macht....

Peter trödelt so vor sich hin den Weg entlang, jetzt ein bischen dösig im Kopf und überhaupt; heut passt ihm vieles nicht, einfach nicht sein Tag.

Da - ziiisssccchh, schepper, pluumps - landet vor seinen Füssen ein Ufo von einer fernen Galaxie.
Peter kneift sich in die Nase um aufzuwachen "kneiiiff, auutsch". Das Ufo bleibt trotzdem da stehen und drei Wesen hüpfen - dong doz - raus und wackeln auf Peter zu.

"Eeendlich ein Erdbüger der uns anständig begrüsst und sich an der Nase kneift wie es sich gehört! Prima! Du kannst mit uns mitfliegen!"
Und während sie einsteigen und sich anschnallen, kichern sie rum und freuen sich ein Eck weg dass sie eindlich wieder einen Erdbürger dabei haben.
Der neben Peter im Cockpitsitz sagt:" Ja...genau so anschallen. Fein. Das ganze ist wichtig für unsere Fotosammlung weisst du. Wir fliegen rum und sammlen verschiedene Leute für einen kleinen Rundflug. So mit Loopings und fetter Geschwindigkeit und steilen Sturzflügen.
Und dabei fotografieren wir die Farbe der Gesichter und schicken sie an unser wissenschafliches Institut. Echt ein Knüller unsere Forschungsreise von der Erde!"

Und der links von Peter zeigt ihm eifrig ein paar Fotos: "Schau nur dieses herrliche violett an den Backen. Und der da, der mit den grünen Streifen...glaub das war der Moment eines Loopings."
Peter: "Ja und die da? Was ist mit ihr ? Das ist ja eine Frau und die sieht völlig relaxt aus.... und da auf dem Foto macht sie schmunzelnd ihre Fingernägel...versteh ich nicht...??!!"
Ufopilot:" Ja DAS war eine anstrengende Angelegenheit sag ich dir. Nie wieder nehmen wir Frauen mit an Bord. Nie. Nie wieder!
Wir landeten bei ihrem Haus und luden sie förmlich ein ins Raumschiff zu steigen für einen kleinen Ausflug. Sie meinte sie müsse erstmal packen. Also gut, wir warten bei unserem Raumschiff und nutzen die Zeit für Reparaturen.
Dann rannte sie kreischend zu uns in den Garten und rief sie könne sich beim Packen nicht entscheiden und sie müsse ihre Freundin anrufen damit sie Beratung bekäme.
Also gut... wir warten.
Also wir hatten inzwischen schon jede Schraube zweimal kontrolliert, dann meinte sie, sie müsse noch "..ganz ganz kurz ein paar Leuten Bescheid sagen! So zum Abschied halt, das müsse sein, ginge ganz fix!"
Ok, wir warten.
Dabei scannten wir ihre Telefonleitung und als die dort drin rasende Wortzahl sich der Anzahl eines eurer Brockhauslexikons annäherte, rannte ich verzweifelt an ihre Tür und polterte schreiend dagegen und flehte sie an BITTE BITTE einfach nur EIN zusteigen, Jetzt, sofort, oder wir drehen durch. Einfach nur einsteigen, mehr nicht !!
DA! Endlich! Sie brachte zwei Koffer und drei Taschen zum Raumschiff. Und ihre Packhilfe Freundinnen (inzwischen waren es 4 geworden !!), brachte JEDE auch zwei Koffer und viele Taschen. Und noch ein Abschiedskuchen, Abschiedsbusserl und für den Lippenstift musste nochmal eine ins Haus flitzen und und und...
Also ich sag dir...irgendwann hatten wir alles verstaut, ich hatte mein Cockpit voll mit Schuhtüten, unser Koch war eingeklemmt in der Küche und zog sich eine Verrenkung zu.

Und weisst du... unser Raumschiff war so schwehr geladen, dass wir fast gar nicht starten konnten. Mit allem Schub und Power kamen wir gerade mal 20 Meter hoch. Unser Ufo ächzte und knirschte an allen Ecken und Fugen und wir konnten nur gaaaanz langsam etwas geradeaus fliegen.
Klar sieht sie relaxt auf dem Foto aus, es war wie eine gemütliche Kutschenfahrt. Sie summte die ganze Reise vor sich hin und schmunzelte vergnügt. Nach einer Stunde brannten vor Gewichtsstress fast die Motoren durch, also brachten wir sie zu ihrem Haus zurück.
Ihre Freundinnen empfingen sie als Heldin und mit grossem Hallo und Hurra. Ok ok... wir gönnten es ihr, wir waren mit den Nerven einfach fix und fertig und wollten nur noch nach Haus.

Und deshalb nehmen wir nur noch Männer mit an Bord: EIN Rucksack, schwupps...der geht unter den Sitz ! Und los !! Auf im Steilflug zu den Satelliten in 11 Sekunden !! Klaaaseee !!! Yeeessss!!"
Peter: "Würg, Brech, schlotter...jaaahaaa, ist jaahaa guuuhhuut !! Wüüürg!!! Hilfeeääää!!!"

Nachdem sie Peters gekringelte Augen und gelb-grün kariertes Gesicht von allen Seiten fotografiert hatten, setzten sie ihn wieder am Wegrand ab.
Peter torkelte schlotternd davon und schlief tief und fest bis zum nächsten Tag.

umrum - 5. Mai, 20:18 -
1 Kommentar - Kommentar verfassen

rosmarin - 5. Mai, 23:30
ich schmeiss mich weg vor lachen..... was hast du genommen heut? brüüüüllll
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