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    <title>..::  umrum  ::.. (ich schau um mich rum)</title>
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    <description>ich schau um mich rum</description>
    <dc:publisher>umrum</dc:publisher>
    <dc:creator>umrum</dc:creator>
    <dc:date>2007-08-14T13:02:41Z</dc:date>
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    <title>..::  umrum  ::..</title>
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  <item rdf:about="http://umrum.twoday.net/stories/4161164/">
    <title>ich weis gar nicht ob ich hier weiterschreiben soll in diesem blog&lt;br /&gt;
&lt;br...</title>
    <link>http://umrum.twoday.net/stories/4161164/</link>
    <description>ich weis gar nicht ob ich hier weiterschreiben soll in diesem blog&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
was gibt es denn zu sagen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hab in so einem forum gelesen, es hies marsvenus forum oder so... möment, da ist der link &lt;a href=&quot;http://www.marsvenus.de/&quot;&gt; mars venus forum&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich las da rum, hab da und dort was geschrieben... bis ich merkte das ich froh bin, dass ich mit denen nicht einen abend in der Kneipe verbringen muss&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ein ereignis war ausschlag gebend, ich las einen langen thread und ging zur arbeit. &lt;br /&gt;
Da grübelte ich über den thread weiter... und langsam ahnte ich warum Leute schwul werden oder sich eine Frau aus Thailand holen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die Männer dort in den Eimer getreten werden... jesses.&lt;br /&gt;
Und - hallo ?? - das soll ein Forum sein damit die Kommunikation zwischen Männlein und Weiblein besser wird?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ach, egal... :-) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mmmm... was gibts noch zu sagen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der balkon ist schön, sonne, bauer arbeitet auf acker, kind lacht... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
da ein foto vielleicht?  &lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;draussen&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/umrum/images/draussen.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mmmm... was ist noch passiert die letzten wochen und monate?&lt;br /&gt;
da bin ich einmal durch so ein riesen einkaufszentrum gelaufen und auf einmal staunte ich... der boden war mit schönen steinplatten ausgelegt. Also ging ich nochmal hin mit der Kamera... da hat einer die wunderschöne steinstruktur gesehen und sie dort in den Boden einarbeiten lassen. Die Leute laufen alle jeden Tag darüber hinweg, eigentlich schade das sie das nicht sehen oftmals. Anderseits ist es gut das sie über so einen schönen Boden laufen, vielleicht laufen sie dann etwas ruhiger im Herzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;382&quot; alt=&quot;boden&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/umrum/images/boden.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ja, was noch? hab da ein bildchen gemalt, also ich finds schön, hab es an die Wand geklebt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;bild&quot; width=&quot;322&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/umrum/images/bild.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;nachtrag zwei stunden später&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
doch, da fällt mir noch was wichtiges ein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
es gibt freunde auf der welt, und very important freunde, leute die zum zentralen kreis gehören&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mein guter zentraler-kreis-freund ist vor zwei wochen das erste mal in therapie gegangen, und er ist so froh wie noch nie in seinem leben, er lacht laut, flirtet rum, liest ein buch über selbstannahme...&lt;br /&gt;
er sagt der alptraum seines lebens löst sich auf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich freu mich unendlich für ihn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
seit ich ihn kenne ist er unsicher und schüchtern, oftmals verstummte er mitten im satz.&lt;br /&gt;
wir bauten ein tolle gröhlende freundschaft auf, mit guten gesprächen und viel fröhlichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
doch einmal sagte er einen satz der mich hellhörig machte, &lt;br /&gt;
er sagte das als er ca 8 oder 10 war, er in den dachboden ging und sein 14 jähriger bruder sich dort erhängt hatte.&lt;br /&gt;
Seit dem ist er verstummt im leben. &lt;br /&gt;
Gespräche waren oftmals schwierig weil er plötzlich in einen unergründlich traurigen see eintauchte... und ich wusste jedesmal dass ich ihn schwimmen lassen muss, nicht stören darf, nur dasein muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
doch ich hielt ihm die freundschaft, denn er irrte ratlos durch diese welt.&lt;br /&gt;
Vor kurzen kaufte er mit seiner Frau ein Haus auf Kredit, am tag des Umzugs ging sie abends auf eine Party und wollte nicht das Haus mit einrichten. Sie trennten sich an dem Abend nach dem Umzug.&lt;br /&gt;
Am Tag der Erfüllung seines grossen Traumes sass er schluchzend zuhause, verzweifelt. &lt;br /&gt;
Einen Tag später bekam er einen Anruf aus dem Krankenhaus dass seine Mutter gestorben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Glück rief er mich ein paar Tage später an um die neuesten Ereignisse zu berichten, ich stellte monatelang alles in die zweite Reihe und hielt permanent kontakt mit ihm... denn ich wusste das er nicht mehr schwimmen kann, dass die Kräfte ihm versiegen wenn er jetzt zuviel an sich zweifelt und zulange alleine ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun war er zweimal in therapie schon, und es geht ihm wunderbar, er atmet wieder tief durch, das erste mal in seinem leben... befreit vom grössten schmerz wird er nun weiter hingehen und frieden mit sich finden, frieden mit dem Leben finden.</description>
    <dc:creator>umrum</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 umrum</dc:rights>
    <dc:date>2007-08-13T16:03:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://umrum.twoday.net/stories/3235859/">
    <title>Tonband, Leuchtturm, Badehose, Tellerrand, Erdbeereis, Wind im Haar</title>
    <link>http://umrum.twoday.net/stories/3235859/</link>
    <description>Sie ging mit ihrem Hund Tenresig die Küste entlang. Er rannte den Stöcken hinterher die sie warf.&lt;br /&gt;
Weit weit raus in die Wellen warf sie die Stöchchen manchmal und der Hund war so froh sie zu holen, sie seinem Frauchen zurück zu bringen... ihr zu zeigen wie sehr er sie mochte. Alles würde er ihr gerne zu Füssen legen, alles was er an spannendem glitzerndem und wertvollem fand. Oftmals schlenderte er froh neben ihr her, sah einen schönen starken Baum im Herbstlicht und dachte sich: &quot;welch unendlich schöner Baum, leider etwas gross um ihn ihr zu bringen, doch in Gedanken schenk ich ihn ihr...&quot; :-)&lt;br /&gt;
Manchmal blieb er stehen und schaute die Fussspuren von ihr an, ihre nackten Füsse drückten so &lt;br /&gt;
wohlriechende Spuren in den Sand. Dann rannte er alle Spuren zurück, schnupperte und zählte sie und fand das dies ein wunderschöner langer Spaziergang ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martina war traurig heute, er merkte es am Geruch ihrer Füsse. Deshalb blieb er heute mehr in ihrer Nähe als sonst an solch schönen Wellenhüpftagen. Die Sonne rollte sich langsam den Horizont hinunter und legte sich in ihr Bett, und Martina legte sich in die Dünen beim Leuchtturm. Tenresig setzte sich neben sie und hörte ihrem Herzen zu, ab und zu stupste er sie ans Bein oder an die Schulter, und legte seine nasse Nase an ihre Wange. Er hörte laut und deutlich wie und warum sie traurig war, und er hoffte das der Wind in ihrem Haar den Kummer forttrug. Ihre Freundschaft hatte heut etwas zeitlos Schönes fand er...so wie der Wind durch sein Fell und ihr Haar schlenderte...etwas Leichtes und Freies. Ja, es ist der gleiche Wind, der uns verbindet heut. Das wünschte er ihr...leicht und froh wieder zu werden eines Tages.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ooooo.... da oben geht ein Licht so rundrum, es scheint ganz weit zur schlafenden Sonne hin, dreht sich über das ganze viele Wasser und schwupps ist es weg, und hoppla... da ist es wieder. Komisch, wieso kann es nicht einfach nur der Sonne etwas Licht für die Nacht geben? Wieso muss es dauernd so unruhig rumrennen? Es ist aber auch als sucht es den Horizont ab, als sucht es etwas am Rand der Dinge. So wie die leckeren Stückchen die oft am Tellerrand noch kleben und die sorgfältig abgeschleckt werden müssen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martina schaute lange lange hoch zu den Sternen. Der drehende Lichtstreifen zog unermüdlich seine Bahnen, und sie versuchte zu verstehen wieso einige Dinge sich wiederholen im Leben. &lt;br /&gt;
Gestern sah sie den Stern, heute den, morgen wird sie einen neuen Stern sehen und erkennen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie nahm das Tonband aus der Hosentasche, das Band auf das Peter ihr mal seine Lieblingslieder aufnahm. Auch sprach er zu ihr dort auf dem Band, nur alltägliche Plaudereien um ihr während seines Auslandsaufenthaltes ein paar Minuten seiner Stimme da zu lassen. Damals bedeutete ihr die Kassette sehr viel, sie kannte jedes Knacken, jedes Atemholen und Stimmbewegung auswendig. Er erzählte z.B. von seiner neuen Badehose, welche Farben sie hatte. Doch dann klingelte es in der Aufnahme an seiner Haustür und sie hörte die Nachbarin ihn um Salz fragen. Er ging in die Küche und brachte es zu Tür, die Stimmen wurden leiser, sie Haustür ging zu und seine Schritte und Stimme näherten sich wieder dem Mikrofon, er sprach weiter von der Badehose und an welchen Stränden dieser Welt er schon war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nie verstand sie warum er diese Salzfrage Situation damals nicht gelöscht hatte. &lt;br /&gt;
Aus dieser besonderen Aufnahme, aus diesem besonderen Geschenk hinauslöschte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt, Jahre später, verstand sie. Denn schon damals hatte die Nachbarin gespürt, das er etwas für Martina empfand und wollte sich ihm in Erinnerung bringen, sie wollte das neue Band zwischen ihm und Martina irritieren und stören. Dass er diese Irritation nicht löschte, sondern verewigte, war eigentlich die Sabotage der Beziehung schon von Beginn an. Hätte Martina das damals in der Kraft und Absicht gemerkt, hätte sie vehement Einspruch erheben müssen, Alarmschlagen und das Band schützen müssen. Denn die Nachbarin hatte gewartet, nicht lauernd, nein das nicht. Sondern gewiss und ruhig. Wartete sie. Bis sie nun Jahre später ihn hatte, ihn auf die einfachste Art an sich gebunden hatte: mit einem Kind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martina nahm die Kassette, und warf sie weit weit hinaus ins Meer. Tenresig sah der Kassette hinterher, und er verstand das er diese nicht holen soll. Nein, dieses Aua-plastik-ding das seinem lieben Frauchen immer soviel Tränen in die Augen macht, das soll ganz weit weit weg sein von ihr. &lt;br /&gt;
Ja, darauf würde er aufpassen... wehe wenn es irgendwo von einer Welle an Land gespühlt würde: dann würde er das Auading anbellen und verjagen. Ja, wuff wuff das würde er, es verjagen. Und er setzte sich aufmerksam die ganze nächste Stunde hin, und beobachte die Wellen mit scharfen Auge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gingen sie nach Hause, und Martina nahm sich ein Erdbeereis aus dem Kühlschrank. Und sie schmunzelte bei dem Gedanken, dass egal was passiert, es immer wieder wieder was Neues gibt, das ihr Freude machen wird. mmmm.... lecker Eis :-) es schmilzt und ist weg, und es war gut, war es da, wenn auch nur kurz.</description>
    <dc:creator>umrum</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://umrum.twoday.net/topics/Geschichten&quot;&gt;Geschichten&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 umrum</dc:rights>
    <dc:date>2007-01-25T20:29:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://umrum.twoday.net/stories/3235856/">
    <title>drei Worte: Mars, Tiefseerausch, Hausmeisterin</title>
    <link>http://umrum.twoday.net/stories/3235856/</link>
    <description>Amelie wurde älter und faltiger, die Knochen gingen langsamer die Strassen von Paris entlang und ihr Blick verlor an äusserer Schärfe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie hatte Zeit und keine Eile. Lange stand sie vor ihrer Wohnungtür und betrachtete die Fotos die darauf klebten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war ein Foto von ihr aus jungen Jahren: sie mit Zorohut und Maske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Foto zeigte ihren ersten gemeinsamen Frühstückstisch und sie merkte noch heute das Regenbogenlicht das diesen Tisch umgab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie Hand in Hand mit ihrem Liebsten, beide mit ersten grauen Haaren und sie lachten besinnungslos vor Freude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Foto daneben zeigte ihren Frühstückstisch zu ihrem 30sten Hochzeitstag: Biosäfte, Zwieback und ihr Hörgerät war im Marmeladenglas, ihr liebster hielt es für das Foto neben sein prustendes lachendes Gesicht.&lt;br /&gt;
Ja, ach... ihr liebster versteckte es immer an den unmöglichsten Orten. Schlieslich war er vom Mars, so wie sie von der Venus ist. Sein Humor und Witz war ihr manchmal ein Rätsel gewesen. Doch gerade weil er so eigen und ihr manchmal fremd war, liebte sie ihn noch immer innig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Foto zeigte ihren ersten einsamen Frühstückstisch nach seiner Beerdigung - er schlief schmunzelnd und dankbar ein.&lt;br /&gt;
&quot;Dankbar bin ich dir&quot;, waren seine letzten Worte, &quot;denn du hast mir die Schätze von drei Planten gezeigt: Erde, Mars und du die Venus... und du bist der schönste Schatz von allen.&quot;&lt;br /&gt;
Amelie lächelte zahnlos und froh als sie an diesen Abschied dachte. Ja, ihre Liebe war manchmal ruhig und klar wie ein unberührter See in der Mongolei gewesen. &lt;br /&gt;
Mal gingen die Wellen hoch bis zu den Sternen und runter bis an den Grund der Seelen. Auch in diesen schwierigen Zeiten lies sie alles zu und wehrte sich nicht. Denn sie wusste das die Ängste flüchtig sind wie die Halluzinationen eines Tiefseerausches.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie öffnete knarrend ihre Wohnungtür, das Nachbarskind hatte unter Amelies Namenschild eine Zusatzschild geklebt: &quot;Unserer liebsten Hausmeisterin zum 95. Geburtstag&quot;. &lt;br /&gt;
Darauf kritzelte sie mit unschuldiger Kinderhand eine lachende Sonne mit zwei Beinen und zehn Händen. Die Sonne hatte eine Sprechblase mit der vertrauten Hausnummer 57.&lt;br /&gt;
Amelie setzte sich an ihren Tisch und eine lebenssatte Träne kullerte an ihre Nasenspitze.</description>
    <dc:creator>umrum</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://umrum.twoday.net/topics/Geschichten&quot;&gt;Geschichten&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 umrum</dc:rights>
    <dc:date>2007-01-25T20:28:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://umrum.twoday.net/stories/3235842/">
    <title>drei Worte: Kabelkanal, Briefumschlag, Restaurant</title>
    <link>http://umrum.twoday.net/stories/3235842/</link>
    <description>Die Maus wusste heut nicht an welcher Ecke der Küche sie rumknabbern sollte. &lt;br /&gt;
Jeden Krümmel hatte sie schon gefunden und der Kühlschrank war dooferweise voll verschlossen.&lt;br /&gt;
Seit Jahren schon war sie nicht mehr im leckeren Kabelkanal gewesen. Dies wär doch eigentlich ein prima Tag heut dafür, dachte sie sich und schwups... spazierte sie die Kabel entlang. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da gab es das Telefonkabel, das Herdkabel und den Kabelsalat. Mmmmm... das ist aber umständlich, durch diesen Salat sich jetzt durchknabbern. Nun, warum eigentlich nicht, schliesslich haben diese Kabelsalate einen hohen Gesundheitslevel voller Vitamine, den soll der Käse und die Tapete erstmal erreichen. Also knabber knabber schmatz schmatz... mmmm... fein :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unten im Restaurant ging Martina rasch für kleine Mädchen mal Pipi machen und verlies den Tisch. Peter sass seltsam irritiert da, die Worte von Martina waren heut so karg, das Lachen so grell und ihr Blick so unruhig. &lt;br /&gt;
Er schaute auf ihre Handtasche und sah einen Briefumschlag, vorsichtig tippte er ihn mit der Fingerspitze an. Ist dies der geheimnisvolle Brief von dem sie sprach ? Sie sagte vorhin, ein Brief hätte ihr Leben auf wundersame Weise verändert, ja doch, zum Guten gewendet viele Sorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch wieso dann diese Anspannung bei ihr ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peter grübelte vor sich hin, als die Rauchwolken durchs Lokal zogen. Die Leute sprangen in Panik umher, alle rannten raus, flüchteten eilig vor dem Feuer und den Wolken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peter und Martina standen vor den Flammen, überall grosser Alarm und Feuerwehr und Helfer und Kucker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit angekohlten Kleidern standen sie da, konnten gerade noch die nackte Haut mit wenigen Kleiderfetzen retten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lange schauten sie in die Flammen.&lt;br /&gt;
Dann sprach Martina zum Feuer und zu Peter: &lt;br /&gt;
&quot;Wer von euch beiden hat meine Handtasche mit dem Brief?&quot;&lt;br /&gt;
Das Feuer war laut knisternd und pfeifend.&lt;br /&gt;
Peter war still.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martina verstand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie legte langsam ihren Arm um seine Schulter, schmiegte sich an ihn und flüsterte an sein Ohr: &lt;br /&gt;
&quot;Briefe kommen und gehen, doch du Peter stehst hier neben mir. &lt;br /&gt;
Danke. &lt;br /&gt;
Jetzt bin ich müde, unendlich müde. Lass uns nach Hause gehen.&quot;</description>
    <dc:creator>umrum</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://umrum.twoday.net/topics/Geschichten&quot;&gt;Geschichten&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 umrum</dc:rights>
    <dc:date>2007-01-25T20:25:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://umrum.twoday.net/stories/3235833/">
    <title>drei Worte: wetterkatastrophe, supermarkt, 15 cent</title>
    <link>http://umrum.twoday.net/stories/3235833/</link>
    <description>Der Wettergott&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Egal wie er es auch machte, die Leute waren einfach nie zufrieden. Da macht er Sonne: &quot;ächz ist das heis&quot;, macht er also etwas Regen: &quot;stöööhn, schon wiiieder Regen immer nur Regen Regen&quot;, macht er Schnee: &quot;wiiderlich, einfach WIDERLICH dieser EEEwige SchnEEE&quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wettergott hatte die Nase nun einfach voll, kein Bock mehr auf die Menschleins und ihre Launen. Da bastelt er so liebvoll und witzig an den Dingen rum und sie sehen immer nur ein Unwetter und Wetterkatastrophen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da baut er an den Schneeflocken und ihren Facetten rum, gibt sich Mühe mit der Form und dem leisen &quot;pling plitsch&quot; der Regentropfen, gibt den Sonnenstahlen so viele Farben hinzu: nie ist es den Leuten recht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also packt der Wettergott seinen Koffer, macht sein Büro zu und lässt das Wetter Wetter sein, sollen sie doch schauen was passiert und nehmen was übrig bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So schlendert er vergnügt über die Erde, endlich Ferien, jupii, einfach mal Frei haben von all dem Bastelstress und dem Abwägen was denn heut angebracht ist, der Mehrheit gefallen könnte und doch immer falsch liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da kommt er durch ein kleines Dorf, wundert sich gar sehr dass alle sich um den Supermarkt drängen. Die einen rufen nach Regenschirmen, die anderen wollen Sonnenmilch, die anderen betteln die Verkäuferin an doch noch ein paar Winterjacken zu verkaufen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er schaut erstaunt hoch und siehe da, tatsächlich: alles durcheinander; Schnee rutscht die Sonnenstrahlen entlang, Regen giesst aus Eimern nur auf ein Haus, dann auf ein anderes. &lt;br /&gt;
Tja, dumm gelaufen irgendwie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sieht er drei Münzen auf der Strasse vor sich liegen, drei Münzen a 5 cents: total 15 cents.&lt;br /&gt;
Eine Münze ist nass wie Regen, eine Münze ist weis wie Schnee, eine glüht warm wie ein Sonnenstrahl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wirft alle drei hoch und eine fängt er auf: &lt;br /&gt;
die glühend warme Münze.&lt;br /&gt;
&quot;Also gut&quot;, sagt sich der Wettergott, &quot;hab ich sie genug geärgert, ab jetzt gibts Sonne satt für alle.&lt;br /&gt;
Ab nun werf ich jeden Tag die Münzen, und was ich auffange, das gibts auf den Tisch: und gegessen wird was auf den Tisch kommt. Kein Diskutieren und abwägen mehr. Einfach die Tagesmünze gibt es für alle und basta und Ruhe :-) &quot;.</description>
    <dc:creator>umrum</dc:creator>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 umrum</dc:rights>
    <dc:date>2007-01-25T20:23:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://umrum.twoday.net/stories/1952085/">
    <title>der 10. Tag</title>
    <link>http://umrum.twoday.net/stories/1952085/</link>
    <description>Bis zum Horizont schweift sein Blick und er kommt in eine Gegend wo es keinen Menschen gibt. Keine Anzeichen von Zivilisation und von irgendwelchen Handgriffen des Menschen.&lt;br /&gt;
Reine rohe organische Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und sein Herz entspannt sich. Er merkt wie die Bäume ihn einladen zum Rasten.&lt;br /&gt;
Da lehnt er sich an einen Baum und langsam gehen seine Ohren auf:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hört das Gluckern des Grundwassers, &lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;177&quot; alt=&quot;wasser&quot; width=&quot;250&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/umrum/images/wasser.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Kommunikationsnetze der Insekten, &lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;82&quot; alt=&quot;insekt&quot; width=&quot;122&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/umrum/images/insekt.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
spürt die Signalfluten der Blüten, &lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;95&quot; alt=&quot;blumen1&quot; width=&quot;133&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/umrum/images/blumen1.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das klare Rufen der Vögel, &lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;98&quot; alt=&quot;vogel&quot; width=&quot;147&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/umrum/images/vogel.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
erkennt die cleveren Lösungen der grösseren Tiere&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;150&quot; alt=&quot;frosch&quot; width=&quot;147&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/umrum/images/frosch.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und er schwimmt mit seinen Sinnen in diesem Ozean der Kommunikation von Pflanzen und Tieren.&lt;br /&gt;
Es ist völlig sinnhafte Kommunikation: es geht darum Leben zu erhalten und fortzupflanzen. Feinde  abwehren, Herden suchen und Reviere abstecken. &lt;br /&gt;
Doch das sind schon wieder Teilaufgaben.&lt;br /&gt;
Die Hauptaufgabe ist: Leben.&lt;br /&gt;
Pulsierendes, frisches, unnachgiebiges Leben. Ohne Kompromisse und ohne Verzögerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ruhig atmet er, schaut, Wissensstücke aus der Schule geben Hinweise damit er seine Sinnenantennen weiter schärfen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und Peter ist unendlich froh. &lt;br /&gt;
Ohne Grund. &lt;br /&gt;
Ohne Auslöser. &lt;br /&gt;
Einfach froh dass er da ist.&lt;br /&gt;
Hier ist. &lt;br /&gt;
Und in diesem Lebensozean schwimmen kann. &lt;br /&gt;
Mühelos.</description>
    <dc:creator>umrum</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://umrum.twoday.net/topics/in+30+Tagen+um+die+Welt&quot;&gt;in 30 Tagen um die Welt&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 umrum</dc:rights>
    <dc:date>2006-05-11T21:43:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://umrum.twoday.net/stories/1951973/">
    <title>der 10 tag</title>
    <link>http://umrum.twoday.net/stories/1951973/</link>
    <description>der 10. Tag&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ist ein ruhiger Tag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peter ist einfach froh unterwegs zu sein. Nicht zuhause im Alltag zu sein.&lt;br /&gt;
Er schaut die Strasse entlang und sie erscheint im unendlich lang.&lt;br /&gt;
und egal wieweit er läuft, die strasse geht immer noch weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sind soviele Strassen in dieser Stadt durch die er gerade geht, soviele Strassen in diesem Land. Und im nächsten Land. Und auch im nächsten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbst wenn er 3800 Jahre alt wird, und jeden Tag nur läuft, er wird sie nie alle kennen lernen. Er wird nie alle Geheimnisse und Juwelen und Rätsel und Geschichten jeder Strasse kennen lernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soviel er vorher sich auch informiert: es ist immer nur die Illusion der Information, der Selbstbetrug des &quot;ich habe diese Stadt ein wenig kennen gelernt&quot; oder &quot;ich habe einen Eindruck von diesem Land&quot;.&lt;br /&gt;
So langsam er auch geht und so sorgfältig er auch schaut: es ist immer nur ein flimmern in seinen Sehnerven, ein ungenaues Längstasten an Alltagsrealitäten die nie ein Reisender kennen lernt. Und in der Erinnerung sind sowieso nur ein paar fotografische Schnappschüsse. Und mit jedem Jahr verlieren sie mehr an Farbe und Geruch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum also das Rumreisen fragt er sich. Eine Mission hab ich nicht. Eine Aufgabe hab ich nicht. Ich reise weil ich mich langweile. Weil ich mir in meinem Privileg die Möglichkeit der Horizonterweiterung gönnen möchte. Aus lauter Langeweile und weil es für das soziale Netz zuhause eine Interessante Aufwertung ist wenn ich sage: ach ich war dort, ja dort war ich schon, und da hab ich jemanden kennengelernt der kam von ganz woanders...etc.&lt;br /&gt;
Halt die üblichen Gespräche. Austauschbar die Stichworte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es bleibt zurück das Gefühl des sich gutfühlens. Das ist gut. Doch mit welch Aufwand wurde dieses flüchtige Wohlgefühl aufgebaut ? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leute dort in den fremden Ländern sind: so ganz anders, und ach das könnt man von ihnen lernen, das könnten sie von uns lernen. Ach gehts denen schlecht. Jesses welch Grauen. Ach wie hübsch die Kleidung etc etc&lt;br /&gt;
Alle Inhalte dieser Gedanken und Gespräche sind austauschbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Reisen bildet und die Selbsterkenntnis vertieft und die hilft das eigene Leben (und die sozialen Zusammenhänge in denen der Reisende zuhause lebt), so ist die Gegenfrage nötig:&lt;br /&gt;
Wenn so viele Leute aus den reichen Ländern soviel reisen, soviele Hoteltage und Flugkilometer zurücklegen: wieso sind diese Leute zuhause nicht ein klein wenig verändert oder beeidruckt oder ins Grübeln geraten?&lt;br /&gt;
Sie leben genauso weiter wie vor der Reise: gleiche Werte, gleiche Dinge die sie lieben und hassen.&lt;br /&gt;
Die süsse bequeme Beeindruckung hält nur die ersten Tage nach der Rückkehr.</description>
    <dc:creator>umrum</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://umrum.twoday.net/topics/in+30+Tagen+um+die+Welt&quot;&gt;in 30 Tagen um die Welt&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 umrum</dc:rights>
    <dc:date>2006-05-11T21:28:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://umrum.twoday.net/stories/1945238/">
    <title>der 7. bis 9. Tag</title>
    <link>http://umrum.twoday.net/stories/1945238/</link>
    <description>an diesen Tagen sitzt Peter am Wegesrand und erklärt einem Kind Buchstaben und Zahlen.&lt;br /&gt;
Die Details sind nicht weiter wichtig und der Berichtserstatter kann sie gar nicht alle notieren.&lt;br /&gt;
Das entscheidende ist: ein Mensch lernt lesen. Lernt Rechnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;170&quot; alt=&quot;buchstaben1&quot; width=&quot;170&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/umrum/images/buchstaben1.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schreiben dauert noch ein wenig länger. Ueberhaupt dauert das sehr lange.&lt;br /&gt;
Doch drei Tage voller Geduld und Aufmerksamkeit und Ermutigung bringen diesen Kinderkopf voran: Dinge werden klarer und logischer. Schriftliche Abmachungen mit Chefs kann er selber lesen und muss sie sich nicht vom Chef vorlesen lassen.&lt;br /&gt;
Und dann zuhause vom Bruder hören, dass er wieder einen ganz üblen Arbeitsvertrag unterschrieben hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kind lernt lesen.&lt;br /&gt;
Eine Sonne geht auf.&lt;br /&gt;
Und wenn der Sonnenstrahl das Kind etwas sicherer durch das Erwachsenenleben führt, hat Peter viel bewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn ein Sonnenstrahl ist viel Wert. Unbezahlbar viel wert.&lt;br /&gt;
Kann Leben retten. Boden geben. Türen öffnen. Mit buchstabierter Zauberhand.</description>
    <dc:creator>umrum</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://umrum.twoday.net/topics/in+30+Tagen+um+die+Welt&quot;&gt;in 30 Tagen um die Welt&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 umrum</dc:rights>
    <dc:date>2006-05-10T17:29:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://umrum.twoday.net/stories/1945095/">
    <title>der 6. Tag</title>
    <link>http://umrum.twoday.net/stories/1945095/</link>
    <description>Am Wegesrand steht eine Imbisshütte, wie es sie unzählige gibt Landauf Landab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bude riecht nach trägem Warten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
warten auf bessere Tage&lt;br /&gt;
oder den Lottoregen&lt;br /&gt;
oder viele Kunden im Touristenbus. &lt;br /&gt;
Das er genau hier anhält und nicht bei einer der anderen 78 Buden in diesem Kilometer, ist eine Frage der Bezahlung.&lt;br /&gt;
Der Budenbesitzer versucht mit den wenigen cents die er heute, gestern und vorgestern verdient hat, den Bruder des Cousins des Busfahrers zu bestechen, damit er bei seiner nächsten Touristentour hier anhält. Hier. Und nicht dort drüben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hält er drüben, so rennt der Budenbesitzer rüber zu den Touristen, ruft laut seine Preise, Verzweiflung steigt in seine Augen weil alle Kunden schon andere Ziele im Auge haben. Die Geldbeutel schon gezückt sind für andere Verkäufer.&lt;br /&gt;
Rücken, er sieht eine Rückenwand mit teuren T-shirts mit leuchtenden Farben. &lt;br /&gt;
Sein Alptraum von vielen Nächten: Rücken die eine Wand sind, eine Mauer die er nicht brechen und überwinden kann. Und wie er auch rennt nach links und rechts: überall Rücken Rücken und kein Gesicht dass ihn und seine jämerlichen Produkte anschaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hört fremde Sprachen, fremde lachende Sprachen...und er weis: nie wird er so lachen können. Weil er diese Sprache nicht spricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Touristenmenge wieder in den Bus einsteigt nach 30 Minuten mit vollen Bäuchen und überfüllten Fotokameras, rennt er noch als letzte Hoffnung mit einer Handvoll Getränkeflaschen neben den losfahrenden Fenstern her.&lt;br /&gt;
Schreit das die Getränke billig sind, viel billig - sehr viel billig.&lt;br /&gt;
Die billigsten auf diesem ganzen Kilometer.&lt;br /&gt;
Doch mit ihm rennen 42 andere Budenbesitzer.&lt;br /&gt;
Je weiter der Bus fährt, desto mehr Schreier bleiben erschöpft zurück, andere rennen dem Bus entgegen, nebenher, hinterher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist ein Tag wie jeder andere auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es geht ums versuchen: versuchen zu schreien und zu rennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nacht ist es ein bischen besser manchmal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann schickt er seine 8 jährige Tochter zu der Bude bei der die Touristen sich versammeln.&lt;br /&gt;
Sie hat blaue Flecken von den Schlägen wenn sie es nicht richtig macht, sie weis inzwischen wie es richtig ist:&lt;br /&gt;
sie stellt sich in den Schatten der Konkurrenzbude, hebt den dreckigen Rock ein bischen und singt ein Lied...und schubst Vatershut ein wenig weiter vor...ins Budenlicht.&lt;br /&gt;
Vielleicht fallen ja ein paar Cents rein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn nichts reinfällt, steigen ihr die Tränen in die Augen, denn sie weiss was sie zuhause erwartet.&lt;br /&gt;
Entweder fallen cents in den Hut, oder ihre Tränen auf den Boden.&lt;br /&gt;
Die Tränen fallen auf den staubigen Nachtboden.&lt;br /&gt;
Auf den kalten staubigen Nachtboden.&lt;br /&gt;
Keiner hört sie diesmal.&lt;br /&gt;
Und andere Mädchen singen schöner.&lt;br /&gt;
Und überhaupt hat der Budenbesitzer das Radio zu laut gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peter sitzt an der Bude und isst was es heute gibt: Mais mit Käse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ihm ist schlecht.&lt;br /&gt;
Unendlich übel. &lt;br /&gt;
Denn die ganze Bude stinkt.&lt;br /&gt;
Stinkt nach Verzweiflung und Kälte.&lt;br /&gt;
Das Kälte so stinken kann hätt er nicht gedacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angewidert starrt er auf die Strasse und geht diesen Budenkilometer schnell voran.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So dass er möglichst weit weg kommt von diesem Ort.&lt;br /&gt;
Der ein ganz normaler Ort ist auf dieser Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erschöpft und durchgefroren legt er sich schlafen und schützt sein Herz, so dass es nicht unter der Kälte erstarrt.</description>
    <dc:creator>umrum</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://umrum.twoday.net/topics/in+30+Tagen+um+die+Welt&quot;&gt;in 30 Tagen um die Welt&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 umrum</dc:rights>
    <dc:date>2006-05-10T16:47:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://umrum.twoday.net/stories/1935990/">
    <title>Tag 1 bis 5</title>
    <link>http://umrum.twoday.net/stories/1935990/</link>
    <description>&lt;b&gt;Blogprojekt der Reise&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Bei svasthara gibts wieder ein neues Projekt, jupii :-)&lt;br /&gt;
In 30 Tagen soll man um die Welt reisen. Ohweh...die Welt ist doch sooo gross und spannend.&lt;br /&gt;
So viele Orte um lange dort zu sitzen und zu staunen. Und dann gleich weiter ziehen ? Ja, manchmal geht man weiter weil man will, manchmal weil man muss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt ja den Spruch: wer A sagt muss auch B sagen.&lt;br /&gt;
Das hat mich lange immer irritiert, weil es so vermeintlich logisch sich anhört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann sagte mal jemand: wer A sagt kann auch merken dass er sich versprochen hat und muss nicht unbedingt B sagen.&lt;br /&gt;
Das fand ich viel verständlicher und gibt mehr Freiheit seitdem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ok ok... ich schweife ab wie so manchesmal... na toll, und das schon vor beginn der Reise, na DAS kann ja heiter werden :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch auf der Reise will ich mich ganz an die Vorgabe halten, ist einfach zu spannend wohin die anderen ihre Reise machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb fang ich jetzt mal hier an. Für alle die es interessiert: hier ist das Blogprojekt von &lt;a href=&quot;http://svashtara.twoday.net/stories/1900361/&quot;&gt;svashtara&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
umrum - 3. Mai, 07:19 - &lt;br /&gt;
0 Kommentare - Kommentar verfassen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;der 1. Tag&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peter sitzt in seiner Hütte und geniesst die Stunden des Lebens. Er sitzt und schaut.&lt;br /&gt;
Und das ist anstrengend genug: einfach stillstitzen und wirklich sehen was da ist.&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;90&quot; alt=&quot;huette&quot; width=&quot;135&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/umrum/images/huette.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann merkt er: jetzt beginnt seine Reise. Nicht vorhin und nicht gleich. Sondern Jetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peter öffnet die Tür seiner Hütte, und der Wind streicht ihm begrüssend durchs Haar.&lt;br /&gt;
Der Wind freut sich Peter zu begleiten die nächsten 30 Tage und ihm die Welt zu zeigen die er nur aus Erzählungen kennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der Weg vor Peters Hütte:&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;88&quot; alt=&quot;weg&quot; width=&quot;133&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/umrum/images/weg.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
lange schaut er dem Weg entlang, schweift ganz in die Ferne. Und auch ganz weit zurück, Jahrtausende zurück. Wie oft schon stand ein Mann oder eine Frau am Anfang eines Weges und wollte von Hier nach Dort. Wie oft gingen sie ? Oder kehrten um auf halben Weg ? Oder gingen gar nicht los obwohl sie wollten oder mussten ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lange steht er da und schaut. Keine Eile, denn es ist immer genug Zeit. Für alles. Immer.&lt;br /&gt;
Und weil das Wunder der Reise mit dem ersten Schritt beginnt, setzt er den ersten Fuss auf den Weg. &lt;br /&gt;
Der Schritt geht aus seiner Hütte raus, auf den Weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lange steht er da in diesem ersten Schritt. Und er verstand die alten TaiChi Meister ein bischen mehr nun. &lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;83&quot; alt=&quot;schritt&quot; width=&quot;113&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/umrum/images/schritt.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Sonne geht unter, der erste Tag der Reise ist beendet, Peter unterbricht die Reise nicht, schweift nicht ab, sondern bleibt so stehen bis zum Übergang zum nächsten Tag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
umrum - 3. Mai, 07:41 - bearbeiten - veröffentlichen&lt;br /&gt;
2 Kommentare - Kommentar verfassen&lt;br /&gt;
rosmarin - 3. Mai, 10:12&lt;br /&gt;
hey stark.... und noch dazu bebildert.....&lt;br /&gt;
antworten - löschen&lt;br /&gt;
svashtara - 3. Mai, 11:26&lt;br /&gt;
Sehr genial,&lt;br /&gt;
die Idee mit den Bildern. Der erste Schritt der Reise ist getan, und es kann nur einen Schritt nach dem anderen gehen. Wer das nicht begriffen hat, wer versucht, sich durchzumogeln oder gleich mehrere Schritte auf einmal zu überspringen versucht, wird zwangsläufig auf dem Weg bleiben, niemals ankommen. Klasse Idee, ich freue mich auf mehr!&lt;br /&gt;
antworten - löschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;der 2. Tag&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peter kennt viele Dinge nur aus Erzählungen, wenige Dinge kennt er wirklich. Einige ganz wenige Dinge hat er wirklich verstanden...und auch da wundert er sich manchmal wie er neue Seiten entdecken kann in den Lebensjahren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So schlendert Peter heiter seinen Weg entlang und schweift mit Gedanken dorthin und dahin.&lt;br /&gt;
Mit jedem Schritt wird auch ein klein wenig Heimweh in ihm wach...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon lange wollte er den Leuchtturm sehen von dem ein Reisender (der durch sein Dorf eines Tages kam) ihm erzählte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt endlich sieht Peter den Leuchtturm mit eigenen Augen. &lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;94&quot; alt=&quot;leuchturmhaus&quot; width=&quot;145&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/umrum/images/leuchturmhaus.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er schaut ihn mit grossen Augen an und lehnt sich an seine Wand und spührt die vielen Jahre der Sonne und des Meereswassers die diese Wand berührten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er schaut runter zum Meer und sieht die Wellen die den Leuchtturm stets umtosen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;124&quot; alt=&quot;wellen-bei-leuchturm&quot; width=&quot;127&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/umrum/images/wellen-bei-leuchturm.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
welch Kraft und Ausdauer diese Wellen haben...und wie sie Jahrtausende und Jahrmillionen immer wieder hier an die Küste gehen. Ob sie diese Küste schon kennen mit den Jahren? Oder ob sie die Küste immer gleich wieder vergessen und zur nächsten gehen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann geht die Sonne vom 2. Tag langsam unter, und Peter staunt über dieses Wunder:&lt;br /&gt;
hier ist die Erde, so ruhig und fest und trägt viel Pflanzen, Berge und Tiere.&lt;br /&gt;
Da vor ihm ist das grosse Wasser, voller Fische und berührt dort drüben irgendwo ein anderes Land. Vielleicht sitzt auch jetzt grad dort jemand und schaut auf das grosse Wasser zu ihm herüber ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da fährt ein Schiff vorbei...&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;112&quot; alt=&quot;leuchturmsonne&quot; width=&quot;150&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/umrum/images/leuchturmsonne.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und das Wunder des Leuchturms wird immer grösser...&lt;br /&gt;
hier ist ein Haus mit Licht auf der festen Erde.&lt;br /&gt;
Dort ist ein Schiff auf dem unruhigen Wasser, kommt von weit her.&lt;br /&gt;
Die Matrosen auf dem Schiff freuen sich wieder aufs Land.&lt;br /&gt;
Und wenn sie an Land sind, so freuen sie sich auf die nächste Fahrt über das Wasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Und so ist es mit uns Menschleins doch oftmals auch,&quot; denkt sich Peter &quot;... sind wir im Haus,so hören wir das Wolfsgeheul der wilden dunklen Nacht und wollen fort.&lt;br /&gt;
Sind wir drausen in der kalten Wildnis, so sehnen wir uns nach dem Feuer im Haus.&lt;br /&gt;
Und der erste Lichtschein durch ein Fenster, der erste Lichtstrahl in dunkler Nacht der uns zeigt: hier sind Menschen, hier ist ein Zuhause, hier ist Wärme und Geborgenheit und Schutz...dieser erste Lichtstrahl gibt Kraft, Zuversicht und zeigt den weiteren Weg. Das Umherirren ist beendet.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peter schläft zufrieden und erleichtert ein, denn er weis wo seine Hütte ist, wo sein Zuhause ist und sein Heimweh schläft auch ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
umrum - 3. Mai, 12:10 4 Kommentare - &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
svashtara - 3. Mai, 17:15&lt;br /&gt;
Oh&lt;br /&gt;
das wird aber sehr poetisch und weise... das gefällt mir total gut. Peter ist also im Norden angekommen. Aber was nun? Wird er auf einem Schiff anheuern? Oder eher am Strand langgehen? Bin mal gespannt, wie es weitergeht...&lt;br /&gt;
:-))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
steppenhund - 3. Mai, 19:53&lt;br /&gt;
Schön ist es auch anderswo ..&lt;br /&gt;
und hier bin ich sowieso.&lt;br /&gt;
heißt es bei Wilhelm Busch.&lt;br /&gt;
Die Menschleins wollen immer das andere.&lt;br /&gt;
Vielleicht entstehen wir überhaupt nur aus der Veränderung.&lt;br /&gt;
Das sich-zufrieden-geben wird ja schon im Faust verdammt.&lt;br /&gt;
Aber das immer neue Lernen bei Dingen, die man schon verstanden hat, ist eine schöne Veränderung.&lt;br /&gt;
antworten - löschen&lt;br /&gt;
rosmarin - 3. Mai, 20:16&lt;br /&gt;
so schöööön..... mitlesen, nachdenken, bilder bewundern.... ein ruhiges wunderbares gewässer hier....&lt;br /&gt;
antworten - löschen&lt;br /&gt;
umrum - 3. Mai, 23:47&lt;br /&gt;
danke&lt;br /&gt;
euch ihr lieben mitleser, bin ganz überrascht über soviel kommentare ... ja und ich weis gar nicht recht was euch antworten. Ihr macht mir ganz viel Mut wieder zu schreiben, weiter zu schreiben, voran zu schreiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
@ steppenhund&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dein Reisebericht ist so dicht und voll und spannend und das du das Klavier so liebst, rührt mich sehr. Der Film von dem australischen Klavierspieler (damals in Kiel gesehen) hat mein Leben verändert, ebenso der Film &quot;das Piano&quot;... die liebe zur Musik. Und so komplizierte reiche Musik...wunderbar. Freu mich deine Reise weiter zu begleiten. Und dass deine Frau dort den Menschen hilft, das wird ihnen bestimmt die Stunden des Wartens erträglicher und reicher machen. Grüss sie, sie soll doch ein &quot;gebloggtes Altenheim&quot; machen wenn sie mag, das würd ich gern lesen.&lt;br /&gt;
antworten - bearbeiten - löschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;der 3. Tag&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
beginnt mit dicken Wolken am Horizont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann fallen erste Tropfen&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;108&quot; alt=&quot;regen2&quot; width=&quot;135&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/umrum/images/regen2.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dann fallen ganz viele viele Tropfen, leicht fallen sie von ganz weit oben herab. &lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;119&quot; alt=&quot;regen1&quot; width=&quot;150&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/umrum/images/regen1.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lassen sich einfach fallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einmal in seinem Leben war Peter auf einem hohen Berg, und die Wolken waren noch viel weiter oben. Und das Tal war soweit unten, die Häuser so winzig klein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Regentropfen sich oben in der Wolke versammeln, dann müssen die Häuser noch viel winziger kleiner für sie sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und sie haben keine Angst, lassen sich einfach fallen, bestimmt freuen sie sich auf die Erde und Pflanzen und fallen ihnen gerne entgegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass sie keine Angst haben, merkt Peter wenn sie seine Haut berühren...&lt;br /&gt;
gerne streckt er ihnen die Arme entgegen und hält ihnen ruhig das Gesicht hin: sodass sie weich auf seinem Gesicht landen können.&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;96&quot; alt=&quot;regen3&quot; width=&quot;134&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/umrum/images/regen3.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt Leute die immer mit hektisch verzerrten Gesichtern nach dem Regenschirm greifen und mit eingezogenen Schultern durch den Regen hetzen zum nächsten Unterschlupf.&lt;br /&gt;
Da versteht Peter die Menschen nicht. Wie so oft auch in anderen Situationen: er versteht sie einfach nicht. Es ist die gleiche Sprache, die gleichen Worte, sie reden von gleichen Dingen...und dennoch bleibt ein Abstand. Ein Abstand der alles entscheidend ist. Wie gross oder wie klein der Abstand ist, ist gar nicht von Bedeutung, entscheidend ist, das es ihn gibt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und er wird deutlich zum Beispiel bei dem Wort Regen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Beispiel wenn Freunde rufen: &quot;Es regnet, los rasch dorthin, dort ist trocken!!!&quot; Doch Peter will einfach nur dastehen und dem Regen sein weiches Gesicht als Landebahn geben.&lt;br /&gt;
Sie stehen im Trockenen und schütteln verständnislos den Kopf. Doch Peter steht einfach nur da und ist unendlich froh das der Regen ihn berührt, ihn wieder erkennt..so wie er jeden Tropfen kennt und willkommen heisst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Freunde tippen sich an die Stirn:&quot;Wie kann man nur so bescheuert sein und im Regen rumstehen ??&quot;&lt;br /&gt;
Und dieses Stirntippen hat ihm das Herz zerrissen...denn er merkte welch grosser Abstand da ist. Da gibt er sich Stunden um Stunden Mühe um Zuzuhören, die Themen interessant zu finden, hat da und da was dazu zu sagen, sorgt für leichte gute Stimmung. Alles umsonst: ein paar Regentropfen auf die Stirn und schon ist die Freundschaft eine vermeintliche, das Stirnetippen hat sie zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der eine tippt sich an die Stirn und zerstört damit eine Freundschaft.&lt;br /&gt;
Der andere lässt den Regentropfen auf seiner Stirn landen und diese Freundschaft wächst, denn sie wurde nicht verraten, nicht verleugnet.&lt;br /&gt;
Freunde halten zueinander. &lt;br /&gt;
Peter weis, dass der Regen sein Freund ist, vom ersten Tag an bis zu dem Tag an dem er faltig und alt stirbt. &lt;br /&gt;
Das wünscht sich Peter: nicht zu sterben in einem einsamen Bett, berührt von genervten kalten Händen mit kalten Stimmen. Sondern ganz weit draussen bei den Bäumen zu liegen. Dann sich mit dem Rücken auf die Erde legen und den guten alten Regenfreunden entgegen zu schauen, wie sie Millionenmal zu ihm runterfallen, ihn begrüssen für diesmal und verabschieden für immer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dritte Tag geht zuende, und Peter legt sich schlafen.&lt;br /&gt;
Er ist klitschenass und zufrieden mit diesem Tag, haben doch seine alten Freunde ihn auf seiner Reise gesucht, gefunden und besucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, vieles hat er nicht und versteht er nicht.&lt;br /&gt;
Doch er hat Freunde die ihn sogar auf seiner grossen Reise suchen und besuchen wollen.&lt;br /&gt;
Und noch in seinem Traum rüber zum 4. Tag hört er ihr freundliches Flüstern in seinem Ohr.&lt;br /&gt;
Und sie erzählen ihm Geschichten und summen Lieder.&lt;br /&gt;
umrum - 3. Mai, 23:19 - &lt;br /&gt;
4 Kommentare - &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
svashtara - 4. Mai, 00:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weißt du,&lt;br /&gt;
woran mich die Texte ein kleines bisschen erinnern? An den kleinen Prinzen und daran, wie er die Welt sah. Ich finde diese Reise einfach bezaubernd...&lt;br /&gt;
:-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
steppenhund - 4. Mai, 13:05&lt;br /&gt;
sehr poetisch&lt;br /&gt;
Es muss nicht unbedingt das Stirntippen sein. Manchmal genügt die Verwendung einer Phrase, um eine unüberbrückbare Distanz zwischen Menschen herzustellen.&lt;br /&gt;
Die Vorstellung vom Tod im Freien auf diese Art hat etwas tröstliches. Im Winter könnte man sich auch in den Schnee legen.&lt;br /&gt;
Aber mir ist eigentlich in Porto gerade ziemlich warm:)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
testsiegerin - 4. Mai, 21:07&lt;br /&gt;
wäre der regen warm, ich würde ihn lieben. &lt;br /&gt;
weil er aber hierzulande meistens kalt ist, mag ich ihn nicht. &lt;br /&gt;
hat jemand einen schirm für mich. trotzdem?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
schön geschrieben!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die testsiegerin, auch mit dabei bei der reise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
steppenhund - 5. Mai, 15:00&lt;br /&gt;
Lebensreise&lt;br /&gt;
Lieber umrum. Es hat nichts mit der Reise zu tun, aber schau mal da rein:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://steppenhund.twoday.net/stories/1920911/&quot;&gt;http://steppenhund.twoday.net/stories/1920911/&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;der 4. Tag&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also unser Reisender hat eine erholsame Nacht gehabt. Ja, die Reise ist echt nötig und tut ihm sehr gut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schauen wir kurz an was er im Rucksack hat. Also da ist wichtiges und noch wichtigeres: er ist ja schliesslich ein Kerl und keine Frau :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist ja das 9. Weltwunder: Frau auf Reisen.&lt;br /&gt;
Hier ein Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gepäck eines Mannes für einen Wochenendeausflug:&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;83&quot; alt=&quot;rucksack&quot; width=&quot;111&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/umrum/images/rucksack.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und hier das Gepäck einer Frau für genau den gleichen Wochenendausflug:&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;108&quot; alt=&quot;gepaeck&quot; width=&quot;145&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/umrum/images/gepaeck.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tja.... da fällt dem Berichterstatter einfach nix mehr ein :-)&lt;br /&gt;
deshalb gehen wir wieder zu Peter und schauen was er grad macht....&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peter trödelt so vor sich hin den Weg entlang, jetzt ein bischen dösig im Kopf und überhaupt; heut passt ihm vieles nicht, einfach nicht sein Tag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da - ziiisssccchh, schepper, pluumps - landet vor seinen Füssen ein Ufo von einer fernen Galaxie.&lt;br /&gt;
Peter kneift sich in die Nase um aufzuwachen &quot;kneiiiff, auutsch&quot;. Das Ufo bleibt trotzdem da stehen und drei Wesen hüpfen - dong doz - raus und wackeln auf Peter zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Eeendlich ein Erdbüger der uns anständig begrüsst und sich an der Nase kneift wie es sich gehört! Prima! Du kannst mit uns mitfliegen!&quot;&lt;br /&gt;
Und während sie einsteigen und sich anschnallen, kichern sie rum und freuen sich ein Eck weg dass sie eindlich wieder einen Erdbürger dabei haben.&lt;br /&gt;
Der neben Peter im Cockpitsitz sagt:&quot; Ja...genau so anschallen. Fein. Das ganze ist wichtig für unsere Fotosammlung weisst du. Wir fliegen rum und sammlen verschiedene Leute für einen kleinen Rundflug. So mit Loopings und fetter Geschwindigkeit und steilen Sturzflügen. &lt;br /&gt;
Und dabei fotografieren wir die Farbe der Gesichter und schicken sie an unser wissenschafliches Institut. Echt ein Knüller unsere Forschungsreise von der Erde!&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der links von Peter zeigt ihm eifrig ein paar Fotos: &quot;Schau nur dieses herrliche violett an den Backen. Und der da, der mit den grünen Streifen...glaub das war der Moment eines Loopings.&quot;&lt;br /&gt;
Peter: &quot;Ja und die da? Was ist mit ihr ? Das ist ja eine Frau und die sieht völlig relaxt aus.... und da auf dem Foto macht sie schmunzelnd ihre Fingernägel...versteh ich nicht...??!!&quot;&lt;br /&gt;
Ufopilot:&quot; Ja DAS war eine anstrengende Angelegenheit sag ich dir. Nie wieder nehmen wir Frauen mit an Bord. Nie. Nie wieder!&lt;br /&gt;
Wir landeten bei ihrem Haus und luden sie förmlich ein ins Raumschiff zu steigen für einen kleinen Ausflug. Sie meinte sie müsse erstmal packen. Also gut, wir warten bei unserem Raumschiff und nutzen die Zeit für Reparaturen.&lt;br /&gt;
Dann rannte sie kreischend zu uns in den Garten und rief sie könne sich beim Packen nicht entscheiden und sie müsse ihre Freundin anrufen damit sie Beratung bekäme. &lt;br /&gt;
Also gut... wir warten. &lt;br /&gt;
Also wir hatten inzwischen schon jede Schraube zweimal kontrolliert, dann meinte sie, sie müsse noch &quot;..ganz ganz kurz ein paar Leuten Bescheid sagen! So zum Abschied halt, das müsse sein, ginge ganz fix!&quot;&lt;br /&gt;
Ok, wir warten.&lt;br /&gt;
Dabei scannten wir ihre Telefonleitung und als die dort drin rasende Wortzahl sich der Anzahl eines eurer Brockhauslexikons annäherte, rannte ich verzweifelt an ihre Tür und polterte schreiend dagegen und flehte sie an BITTE BITTE einfach nur EIN zusteigen, Jetzt, sofort, oder wir drehen durch. Einfach nur einsteigen, mehr nicht !!&lt;br /&gt;
DA! Endlich! Sie brachte zwei Koffer und drei Taschen zum Raumschiff. Und ihre Packhilfe Freundinnen (inzwischen waren es 4 geworden !!), brachte JEDE auch zwei Koffer und viele Taschen. Und noch ein Abschiedskuchen, Abschiedsbusserl und für den Lippenstift musste nochmal eine ins Haus flitzen und und und...&lt;br /&gt;
Also ich sag dir...irgendwann hatten wir alles verstaut, ich hatte mein Cockpit voll mit Schuhtüten, unser Koch war eingeklemmt in der Küche und zog sich eine Verrenkung zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und weisst du... unser Raumschiff war so schwehr geladen, dass wir fast gar nicht starten konnten. Mit allem Schub und Power kamen wir gerade mal 20 Meter hoch. Unser Ufo ächzte und knirschte an allen Ecken und Fugen und wir konnten nur gaaaanz langsam etwas geradeaus fliegen.&lt;br /&gt;
Klar sieht sie relaxt auf dem Foto aus, es war wie eine gemütliche Kutschenfahrt. Sie summte die ganze Reise vor sich hin und schmunzelte vergnügt. Nach einer Stunde brannten vor Gewichtsstress fast die Motoren durch, also brachten wir sie zu ihrem Haus zurück.&lt;br /&gt;
Ihre Freundinnen empfingen sie als Heldin und mit grossem Hallo und Hurra. Ok ok... wir gönnten es ihr, wir waren mit den Nerven einfach fix und fertig und wollten nur noch nach Haus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und deshalb nehmen wir nur noch Männer mit an Bord: EIN Rucksack, schwupps...der geht unter den Sitz ! Und los !! Auf im Steilflug zu den Satelliten in 11 Sekunden !! Klaaaseee !!! Yeeessss!!&quot;&lt;br /&gt;
Peter: &quot;Würg, Brech, schlotter...jaaahaaa, ist jaahaa guuuhhuut !! Wüüürg!!! Hilfeeääää!!!&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sie Peters gekringelte Augen und gelb-grün kariertes Gesicht von allen Seiten fotografiert hatten, setzten sie ihn wieder am Wegrand ab.&lt;br /&gt;
Peter torkelte schlotternd davon und schlief tief und fest bis zum nächsten Tag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
umrum - 5. Mai, 20:18 - &lt;br /&gt;
1 Kommentar - Kommentar verfassen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
rosmarin - 5. Mai, 23:30&lt;br /&gt;
ich schmeiss mich weg vor lachen..... was hast du genommen heut? brüüüüllll</description>
    <dc:creator>umrum</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://umrum.twoday.net/topics/in+30+Tagen+um+die+Welt&quot;&gt;in 30 Tagen um die Welt&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 umrum</dc:rights>
    <dc:date>2006-05-09T00:01:00Z</dc:date>
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