Tonband, Leuchtturm, Badehose, Tellerrand, Erdbeereis, Wind im Haar
Sie ging mit ihrem Hund Tenresig die Küste entlang. Er rannte den Stöcken hinterher die sie warf.
Weit weit raus in die Wellen warf sie die Stöchchen manchmal und der Hund war so froh sie zu holen, sie seinem Frauchen zurück zu bringen... ihr zu zeigen wie sehr er sie mochte. Alles würde er ihr gerne zu Füssen legen, alles was er an spannendem glitzerndem und wertvollem fand. Oftmals schlenderte er froh neben ihr her, sah einen schönen starken Baum im Herbstlicht und dachte sich: "welch unendlich schöner Baum, leider etwas gross um ihn ihr zu bringen, doch in Gedanken schenk ich ihn ihr..." :-)
Manchmal blieb er stehen und schaute die Fussspuren von ihr an, ihre nackten Füsse drückten so
wohlriechende Spuren in den Sand. Dann rannte er alle Spuren zurück, schnupperte und zählte sie und fand das dies ein wunderschöner langer Spaziergang ist.
Martina war traurig heute, er merkte es am Geruch ihrer Füsse. Deshalb blieb er heute mehr in ihrer Nähe als sonst an solch schönen Wellenhüpftagen. Die Sonne rollte sich langsam den Horizont hinunter und legte sich in ihr Bett, und Martina legte sich in die Dünen beim Leuchtturm. Tenresig setzte sich neben sie und hörte ihrem Herzen zu, ab und zu stupste er sie ans Bein oder an die Schulter, und legte seine nasse Nase an ihre Wange. Er hörte laut und deutlich wie und warum sie traurig war, und er hoffte das der Wind in ihrem Haar den Kummer forttrug. Ihre Freundschaft hatte heut etwas zeitlos Schönes fand er...so wie der Wind durch sein Fell und ihr Haar schlenderte...etwas Leichtes und Freies. Ja, es ist der gleiche Wind, der uns verbindet heut. Das wünschte er ihr...leicht und froh wieder zu werden eines Tages.
Ooooo.... da oben geht ein Licht so rundrum, es scheint ganz weit zur schlafenden Sonne hin, dreht sich über das ganze viele Wasser und schwupps ist es weg, und hoppla... da ist es wieder. Komisch, wieso kann es nicht einfach nur der Sonne etwas Licht für die Nacht geben? Wieso muss es dauernd so unruhig rumrennen? Es ist aber auch als sucht es den Horizont ab, als sucht es etwas am Rand der Dinge. So wie die leckeren Stückchen die oft am Tellerrand noch kleben und die sorgfältig abgeschleckt werden müssen.
Martina schaute lange lange hoch zu den Sternen. Der drehende Lichtstreifen zog unermüdlich seine Bahnen, und sie versuchte zu verstehen wieso einige Dinge sich wiederholen im Leben.
Gestern sah sie den Stern, heute den, morgen wird sie einen neuen Stern sehen und erkennen.
Sie nahm das Tonband aus der Hosentasche, das Band auf das Peter ihr mal seine Lieblingslieder aufnahm. Auch sprach er zu ihr dort auf dem Band, nur alltägliche Plaudereien um ihr während seines Auslandsaufenthaltes ein paar Minuten seiner Stimme da zu lassen. Damals bedeutete ihr die Kassette sehr viel, sie kannte jedes Knacken, jedes Atemholen und Stimmbewegung auswendig. Er erzählte z.B. von seiner neuen Badehose, welche Farben sie hatte. Doch dann klingelte es in der Aufnahme an seiner Haustür und sie hörte die Nachbarin ihn um Salz fragen. Er ging in die Küche und brachte es zu Tür, die Stimmen wurden leiser, sie Haustür ging zu und seine Schritte und Stimme näherten sich wieder dem Mikrofon, er sprach weiter von der Badehose und an welchen Stränden dieser Welt er schon war.
Nie verstand sie warum er diese Salzfrage Situation damals nicht gelöscht hatte.
Aus dieser besonderen Aufnahme, aus diesem besonderen Geschenk hinauslöschte.
Jetzt, Jahre später, verstand sie. Denn schon damals hatte die Nachbarin gespürt, das er etwas für Martina empfand und wollte sich ihm in Erinnerung bringen, sie wollte das neue Band zwischen ihm und Martina irritieren und stören. Dass er diese Irritation nicht löschte, sondern verewigte, war eigentlich die Sabotage der Beziehung schon von Beginn an. Hätte Martina das damals in der Kraft und Absicht gemerkt, hätte sie vehement Einspruch erheben müssen, Alarmschlagen und das Band schützen müssen. Denn die Nachbarin hatte gewartet, nicht lauernd, nein das nicht. Sondern gewiss und ruhig. Wartete sie. Bis sie nun Jahre später ihn hatte, ihn auf die einfachste Art an sich gebunden hatte: mit einem Kind.
Martina nahm die Kassette, und warf sie weit weit hinaus ins Meer. Tenresig sah der Kassette hinterher, und er verstand das er diese nicht holen soll. Nein, dieses Aua-plastik-ding das seinem lieben Frauchen immer soviel Tränen in die Augen macht, das soll ganz weit weit weg sein von ihr.
Ja, darauf würde er aufpassen... wehe wenn es irgendwo von einer Welle an Land gespühlt würde: dann würde er das Auading anbellen und verjagen. Ja, wuff wuff das würde er, es verjagen. Und er setzte sich aufmerksam die ganze nächste Stunde hin, und beobachte die Wellen mit scharfen Auge.
Dann gingen sie nach Hause, und Martina nahm sich ein Erdbeereis aus dem Kühlschrank. Und sie schmunzelte bei dem Gedanken, dass egal was passiert, es immer wieder wieder was Neues gibt, das ihr Freude machen wird. mmmm.... lecker Eis :-) es schmilzt und ist weg, und es war gut, war es da, wenn auch nur kurz.
Weit weit raus in die Wellen warf sie die Stöchchen manchmal und der Hund war so froh sie zu holen, sie seinem Frauchen zurück zu bringen... ihr zu zeigen wie sehr er sie mochte. Alles würde er ihr gerne zu Füssen legen, alles was er an spannendem glitzerndem und wertvollem fand. Oftmals schlenderte er froh neben ihr her, sah einen schönen starken Baum im Herbstlicht und dachte sich: "welch unendlich schöner Baum, leider etwas gross um ihn ihr zu bringen, doch in Gedanken schenk ich ihn ihr..." :-)
Manchmal blieb er stehen und schaute die Fussspuren von ihr an, ihre nackten Füsse drückten so
wohlriechende Spuren in den Sand. Dann rannte er alle Spuren zurück, schnupperte und zählte sie und fand das dies ein wunderschöner langer Spaziergang ist.
Martina war traurig heute, er merkte es am Geruch ihrer Füsse. Deshalb blieb er heute mehr in ihrer Nähe als sonst an solch schönen Wellenhüpftagen. Die Sonne rollte sich langsam den Horizont hinunter und legte sich in ihr Bett, und Martina legte sich in die Dünen beim Leuchtturm. Tenresig setzte sich neben sie und hörte ihrem Herzen zu, ab und zu stupste er sie ans Bein oder an die Schulter, und legte seine nasse Nase an ihre Wange. Er hörte laut und deutlich wie und warum sie traurig war, und er hoffte das der Wind in ihrem Haar den Kummer forttrug. Ihre Freundschaft hatte heut etwas zeitlos Schönes fand er...so wie der Wind durch sein Fell und ihr Haar schlenderte...etwas Leichtes und Freies. Ja, es ist der gleiche Wind, der uns verbindet heut. Das wünschte er ihr...leicht und froh wieder zu werden eines Tages.
Ooooo.... da oben geht ein Licht so rundrum, es scheint ganz weit zur schlafenden Sonne hin, dreht sich über das ganze viele Wasser und schwupps ist es weg, und hoppla... da ist es wieder. Komisch, wieso kann es nicht einfach nur der Sonne etwas Licht für die Nacht geben? Wieso muss es dauernd so unruhig rumrennen? Es ist aber auch als sucht es den Horizont ab, als sucht es etwas am Rand der Dinge. So wie die leckeren Stückchen die oft am Tellerrand noch kleben und die sorgfältig abgeschleckt werden müssen.
Martina schaute lange lange hoch zu den Sternen. Der drehende Lichtstreifen zog unermüdlich seine Bahnen, und sie versuchte zu verstehen wieso einige Dinge sich wiederholen im Leben.
Gestern sah sie den Stern, heute den, morgen wird sie einen neuen Stern sehen und erkennen.
Sie nahm das Tonband aus der Hosentasche, das Band auf das Peter ihr mal seine Lieblingslieder aufnahm. Auch sprach er zu ihr dort auf dem Band, nur alltägliche Plaudereien um ihr während seines Auslandsaufenthaltes ein paar Minuten seiner Stimme da zu lassen. Damals bedeutete ihr die Kassette sehr viel, sie kannte jedes Knacken, jedes Atemholen und Stimmbewegung auswendig. Er erzählte z.B. von seiner neuen Badehose, welche Farben sie hatte. Doch dann klingelte es in der Aufnahme an seiner Haustür und sie hörte die Nachbarin ihn um Salz fragen. Er ging in die Küche und brachte es zu Tür, die Stimmen wurden leiser, sie Haustür ging zu und seine Schritte und Stimme näherten sich wieder dem Mikrofon, er sprach weiter von der Badehose und an welchen Stränden dieser Welt er schon war.
Nie verstand sie warum er diese Salzfrage Situation damals nicht gelöscht hatte.
Aus dieser besonderen Aufnahme, aus diesem besonderen Geschenk hinauslöschte.
Jetzt, Jahre später, verstand sie. Denn schon damals hatte die Nachbarin gespürt, das er etwas für Martina empfand und wollte sich ihm in Erinnerung bringen, sie wollte das neue Band zwischen ihm und Martina irritieren und stören. Dass er diese Irritation nicht löschte, sondern verewigte, war eigentlich die Sabotage der Beziehung schon von Beginn an. Hätte Martina das damals in der Kraft und Absicht gemerkt, hätte sie vehement Einspruch erheben müssen, Alarmschlagen und das Band schützen müssen. Denn die Nachbarin hatte gewartet, nicht lauernd, nein das nicht. Sondern gewiss und ruhig. Wartete sie. Bis sie nun Jahre später ihn hatte, ihn auf die einfachste Art an sich gebunden hatte: mit einem Kind.
Martina nahm die Kassette, und warf sie weit weit hinaus ins Meer. Tenresig sah der Kassette hinterher, und er verstand das er diese nicht holen soll. Nein, dieses Aua-plastik-ding das seinem lieben Frauchen immer soviel Tränen in die Augen macht, das soll ganz weit weit weg sein von ihr.
Ja, darauf würde er aufpassen... wehe wenn es irgendwo von einer Welle an Land gespühlt würde: dann würde er das Auading anbellen und verjagen. Ja, wuff wuff das würde er, es verjagen. Und er setzte sich aufmerksam die ganze nächste Stunde hin, und beobachte die Wellen mit scharfen Auge.
Dann gingen sie nach Hause, und Martina nahm sich ein Erdbeereis aus dem Kühlschrank. Und sie schmunzelte bei dem Gedanken, dass egal was passiert, es immer wieder wieder was Neues gibt, das ihr Freude machen wird. mmmm.... lecker Eis :-) es schmilzt und ist weg, und es war gut, war es da, wenn auch nur kurz.
umrum - 25. Jan, 21:29
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